Michael Beleites - Positionen - Völker & Rassen: Verabschieden, aber gleichwertig

Michael Beleites

ökologisch denken & handeln



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Quergedacht - Positionen zum Zeitgeschehen

Völker & Rassen: Verschieden, aber gleichwertig

Nur jenseits der Wettbewerbslogik werden sich die Menschen aus dem destruktiven Wettlauf „nach oben“ herausnehmen und danach fragen, wo ihr optimaler Platz in einer als Organismus verstehbaren Gesamtheit ist. Und nur jenseits des Wettbewerbssystems wird es überhaupt organismische Systemfunktionen geben können, die diejenigen Individuen oder sozialen Zusammenschlüsse zu integrieren vermögen, welche ihre Organstellung in der Gesellschaft bejahen und sich optimal integrieren wollen. Das hierfür erforderliche politische System kann nicht auf der Wettbewerbsidee gegründet sein. Es muss ein ökologisch wie sozial integratives Modell entwickelt und etabliert werden, das nach dem organismischen Prinzip wirkt.[...]
Und auf der sozialen Ebene bedeutet organismische Integration, nach der Organfunktion des Individuums in den sozialen Zusammenschlüssen zu fragen, deren Teil es ist. Diese Frage richtet sich aber zunächst nicht an den Einzelnen, sondern an die Gesellschaft: Welche Art von sozialem Zusammenschluss sollen wir zugrunde legen, der sowohl die untergeordneten Zusammenschlüsse organismisch zu integrieren vermag als auch zu den gleichrangigen anderen Zusammenschlüssen ein kooperatives Verhältnis eingeht und sich gemeinsam mit diesen in den übergeordneten sozialen Zusammenschluss Menschheit organismisch einfügt? Das einzige, was diesen Anforderungen entspricht und auch dem natürlichen überindividuellen Zusammenschluss der „Population“ gleichkommt, ist die Kategorie Volk. Nun ist der Begriff „Volk“ in den heutigen politischen Zusammenhängen schwierig, weil er zu oft missbraucht wurde und obendrein die Strömungen, die das eigene Volk über die anderen Völker stellten, als „völkisch“ bezeichnet wurden − obgleich sie ja genau deswegen im Grunde „antivölkisch“ waren. Man könnte nun den Ersatzbegriff „volklich“ verwenden, wie es Sascha Bohn (Die Idee vom deutschen Ständestaat, 2011) in Anlehnung an den Vertreter des Korporativismus in der Zwischenkriegszeit, Max Hildebert Boehm, tut. Welche Worte wir auch immer verwenden; wir brauchen eine Rehabilitierung der Kategorie und des Begriffs Volk − wie sie ja mit den ostmitteleuropäischen Freiheitsrevolutionen von 1989/90 und deren Rezeption fast schon erreicht war.
Michael Beleites (2017): Der Wettbewerbs-Wahn. Wie sich der Kapitalismus totläuft. S. 18f.

Nach den rassistischen Menschheitsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat man den Menschen aus dem Geltungsbereich der Biologie ausgeklammert. Nun, da die Selektionslehre auch für die Bereiche der außermenschlichen Natur als widerlegt angesehen werden kann, muss man nicht mehr die Anthropologie aus der Biologie herausdefinieren. Die Ablehnung des Sozialdarwinismus kann sich nunmehr uneingeschränkt auf biologische Erkenntnisse stützen, die ebenso wie für alle anderen Arten auch für den Menschen zutreffen. [...]
Wenn man die Selektionslehre von der „Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampfe um´s Dasein“ (Darwin) insgesamt verwirft, dann lässt sich wieder über die biologische Tatsache geographischer Menschenrassen sprechen, ohne damit zugleich Merkmalsunterschiede im Sinne von Rassenkonkurrenz zu werten. [...]
Ich glaube nicht, dass man Probleme löst, die man nicht thematisiert. Heute werden ganze Themengebiete als „no go area“ gemieden oder tabuisiert, weil sie den Verdacht einer „nach rechts offenen“ Begrifflichkeit erregen. Wenn man die biologische Realität der Rassenvielfalt aber nicht von der verbrecherischen Idee des Rassismus entkoppelt, belässt man den Rassisten ein theoretisches Argument, das keines ist. Wer die Selektionslehre mit den Rassisten teilt, tut das ohnehin. [...]
Wir müssen erkennen, dass beides − sowohl die systematische Diskriminierung und Verfolgung von Rassen, als auch die Negierung der biologischen Tatsache, dass es unterschiedliche geographische Menschenrassen gibt – zwei Seiten eines in sich zusammenhängenden „Rassenwahns“ sind. Beide verdanken sich – die eine direkt, die andere indirekt – dem ungebrochenen Selektionsdenken.
Michael Beleites (2014): Umweltresonanz. Grundzüge einer organismischen Biologie. S. 12, 16, 605.

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